Tempel des Sichelmondes

  • Der Tempel des Sichelmondes wurde vor über 2000 Jahren vom Haus Antares für das Haus Alya auf Dathomir gebaut. Er gehört zu den vier Mondtempeln und dient so auch zum Schutz des Siegels des Sichelmondes. In ihm findet man zudem den Thron des Mondwächters. Der Sichelmond ist der aktuelle Hauptsitz von Darth Felishya Antares.

    1 Der Sichelmond

    Der Tempel des Sichelmondes wurde vor über 2000 Jahren auf Dathomir vom Haus Antares errichtet, um einen Pakt mit dem Haus Alya zu erfüllen. In erster Linie dient er zum Schutz des Siegels des Sichelmondes, welches sich tief in den Katakomben des Tempelkomplex befindet. Der monumental anmutende Tempel wurde auf eines der vielen Hochplateaus Dathomirs gebaut.


    Normalerweise ist es kaum möglich den Tempelkomplex aufzuspüren. Jemand oder etwas scheint die gesamte Konstruktion vor der Welt durch die Macht zu verstecken. Manche vermuten das man durch eine Art Portal schreiten muss, um den Sichelmond zu sehen. Der genaue Standort ist nur den engsten Verbündeten und Angehörigen des Haus Antares und Haus Alya bekannt. Doch die Preisgabe des Standorts vermag Fremden kaum weiter zu helfen, da er sich in den Tiefen der Macht versteckt. Manch Stimme verkündete, das der Tempel selbst wählt, wer sich ihm nähern darf und wer sich auf dem sonst unscheinbaren Hochplateau verläuft. Die meisten treffen nur ein paar alte Steine im verdorbenen Dschungel an.


    Dieser Umstand lässt vermuten, das der Tempel keine Zugehörigkeit hat - nicht einmal zu Darth Antares, die seit mehr als einhundert Jahren im Sichelmond ihren Hauptsitz hat. Wohl kaum als Thronsitz, sondern eher als ... Aufgabe. Wächterin des Tempels und des Siegels ist Yel'wia Alya Antares im 21. Zyklus.

    1.1 Der Aufbau

    Wem es gelingt den Tempel zu sehen stößt auf einen großen Monumentalbau, der sich mit seinen scharfen und klaren Kanten gegen den uralten Dschungel von Dathomir wehrt. Der zum Bau vor über 2000 Jahren verwendete Stein ist fast schwarz und scheint nicht von Dathomir selbst zu stammen. Selbst das blutrote Licht des Sterns vermag das schwarzgraue Gestein kaum einzutauchen. Das Hauptgebäude steht frontal und bedrohlich jedem Besucher gegenüber, der sich annähert. Die riesigen Monolithen erheben sich weit in den in Rot gebadeten Himmel des finsteren Planeten. Uralte, verstorbene Bäume biegen sich über den schmalen Pfad, der zum großen und aus der Ferne sichtbaren Tor führt. Nie hat man das Gefühl allein zu sein. Gleichwohl verspürt man stets die geballte Macht der dunklen Seite, welche vom Sichelmond abstrahlt. Wenige sprachen von einem Nexus der Macht, der tief in den Eingeweiden jenes Tempels wie ein Herz der Mitternacht schlägt.


    Hinter dem Hauptgebäude und seinen zwei monolithischen Türmen geht der Tempelkomplex weiter und erstreckt sich weit über das Plateau. So man das mystische Tor passieren kann, tritt man sogleich in die große Haupthalle ein. Es heißt man müsse dafür erst eine Prüfung bestehen. Das Tor spricht, flüstert, wählt aus - so sagt man es. Die Haupthalle ist nur spärlich beleuchtet. Ein sanftes, schwaches Rot füllt die Leere. Man begegnet gigantischen, uralten Statuen aus einem längst vergangenen Zeitalter. Die Fratzen der Dunkelheit sehen einen an, beobachten. Und die dunkle Macht zieht an jedem, der es in das Innere hineinwagt. Die Haupthalle wird von großen Becken flankiert, randvoll mit Blut gefüllt. Das Innere ist im Vergleich zum restlichen Klima von Dathomir sehr kalt.


    Erst einmal führt nur ein einziger Weg nach vorn, bis man vor einem großen Torbogen steht. Wahrlich nur ein Bogen, denn scheinbar gibt es gar kein Tor, welches man zu öffnen vermag. Man schaut direkt in eine leere Finsternis hinein. Dahinter ist nichts zu erkennen. Für viele endet hier der Weg, während all die grauenhaften Statuetten der Finsternis zu einem hinabblicken. Das Haupttor am Eingang bleibt im Normalfall offen, so das man einfach wieder gehen kann.


    Doch was verbirgt sich hinter dem Torbogen, der nichts weiter zeigt als eine Schwärze? Das Tiefenkreuz. Wer passieren darf trifft auf drei Wege. Folgt man den glatten Steinpfad nach vorn, nähert man sich dem Thron des Mondwächters, gleichwohl der Thron von Feli'shyâ A. J. Antares. Der Weg zur Rechten führt in die großen Stammgemächer des Tempels, der Weg zur Linken in die Gemächer der Schülerinnen. Hinter dem Thron geht es weiter, tiefer in die Eingeweide der Ungewissheit. Stets begleitet von Finsternis, Kälte und den flüsternden Stimmen aus der Leere. Dem Anschein nach lebt dieser Tempel als ein eigenes, denkendes Konstrukt.


    Man hat zwei von drei Möglichkeiten. Die Treppe hinab, die Treppe nach oben und eine versiegelte, unscheinbare Tür, welche man wohl lediglich nur anstarren darf. Weiter unten befindet sich dann das Gemach der ersten und ältesten Schülerin der Darth - Lord Karayla Raluiel. Auch führt diese Treppe wohl in die Tiefenkammern, welche zahlreiche Artefakte und Relikte aus vergangenen Zeiten beinhalten. Sicher ist dort unten irgendwo auch die Schatzkammer des Haus Antares und Alya.


    So man nach oben geht und der langen, schmalen Treppe folgt, betritt man zuerst den inneren Balkon des Tempels. Hier befindet sich eines der großen Archive, welches vor allem für die Ausbildung der Schülerinnen zur Verfügung gestellt wird. Aus der Höhe hat man einen freien und ungefilterten Blick auf das Geschehen in der Haupthalle. Doch wer das innere Tor nicht passiert hat, sieht nichts weiter als eine endlose, tiefschwarze Decke. Erst nach dem Tor kann man auch nach oben sehen. Doch von oben ... sieht man alles - und jeden. Vom Innenbalkon aus gelangt man zum oberen Tor. An dieser Stelle verlässt man den vorderen Teil des Tempels um die große Brücke über die Sichelschlucht zu passieren. Diese führt zum hinteren Tempelkomplex.


    Wenn man die Sichelschlucht überquert hat trifft man auf den ältesten Teil des Tempels. Statt einem großen, zusammenhängenden Gebäude wurden hier mehrere kleinere Tempelanlagen errichtet. Auffällig sind die zwei großen, pyramidenartigen Ritualtempel und der gigantische Ausbildungs- und Truppenplatz am Ende. Dahinter führt das weitere Gelände in den Dschungel hinein. Dort findet man gigantische Höhlensysteme, große Wasserbecken und uralte Ritualstätten.

    1.2 Überblick

    Für eine abstrakte Übersicht gibt es hier eine Karte des Tempels mit dem Fokus auf das Erdgeschoss und die Plätze im hinteren Teil der Anlage. Zu Gunsten der Übersichtlichkeit habe ich die Legende und die Karten in einen Spoiler gepackt.

    2 Die Geschichte

    Lord Shara Alya

    Vor über 2000 Jahren, genauer gesagt 2129 Jahre vor dem Vertrag von Coruscant, wurde der Tempel vollends fertiggestellt. Jedoch dauerte die Konstruktion von der Grundsteinlegung bis hin zum Aufhängen der letzten Flagge 127 Jahre. Die Planung begann 2306 Jahre vor dem Vertrag von Coruscant, wie beim Tempel des Neumondes, dem Tempel des Halbmondes und den Tempel des Vollmondes. Alle vier sollten als ein großes Ganzes geschaffen werden. Doch da fragt sich: Warum?


    Vor langer Zeit fand das Haus Antares und Alya ein großes, mystisches Tor auf dem dunklen Planeten Malachor. Natürlich beschloss man sich ohne große Diskussionen dieses Tor zu öffnen. Was dahinter verborgen war ist bis heute ein Geheimnis - aber man sollte von nichts Gutem sprechen. Fast schon umgehend traf man rituelle Maßnahmen, um das Tor zu versiegeln. Hierfür wurden die Kinder des Mondes von Lord Shara Alya und Darth Kahiana Antares erschaffen. Jene Kinder wurden zwar auf eine mehr oder minder natürliche Art und Weise geboren, doch sollten sie nie ein normales Leben kennenlernen. Werkzeuge der Macht, Wächterinnen der Siegel - so nannte man sie. Vier Siegel gab es, verteilt auf vier Planeten. Malachor, Ilum, Yavin IV und Dathomir.


    Auf Malachor wurde das Siegel des Vollmondes geschaffen, welches alle anderen Siegel verbinden und binden sollte. Zugleich ist es die Brücke der Macht zum Tor der Monde, welches man verschlossen halten wollte. Auf Ilum erschuf man das Siegel des Neumondes, welches die Kraft aller Siegel in jedem Jahrhundert erneuert und später dafür sorgte, dass der Zyklus der vier Mondkinder nicht unterbrochen wird. Die Nähe zu den adeganischen Kristallen war perfekt für diese Aufgabe. Auf Yavin IV schuf man das Siegel des Halbmondes, welches dafür sorgte, das die Kinder der Monde stets miteinander kommunizieren konnten. Und auf Dathomir wurde das Siegel des Sichelmondes geschmiedet, welches den Kindern der Monde die Macht schenkt, die sie für ihre Aufgabe benötigen.


    Alle vier Siegel sind zugleich dafür zuständig, das das Tor verschlossen bleibt. Gleichwohl ist das Siegel des Vollmondes unantastbar, solange es noch mindestens ein weiteres Siegel gibt. Es sind uralte, tiefschwarze Steinplatten, in denen der jeweilige Mond als riesige Schutzrune eingraviert wurde. Jene Symbole werden von jeweils einem Teil der Geschichte in Hochsith umgeben. Die drei Sekundärsiegel wurden tief in die Planeten eingegraben - das Siegel des Vollmondes findet man auf einem großen monolithischen Altar vor dem verschlossenen Tor.


    Doch konnte man all die Siegel auf Grund ihrer mächtigen Natur nicht einfach ... "herumliegen" lassen. Man wollte sie verstecken. Doch solch mächtige Artefakte lassen sich nicht einfach so verstecken, schon gar nicht wenn sie über die Galaxis miteinander verbunden sind. So entschieden sich die beiden Häuser dazu, mächtige und hochkomplexe Tempelanlagen um die Siegel zu bauen, die am Ende nur einen einzigen Zweck erfüllen sollten: Das Verschleiern der Existenz jener Macht. Man sorgte durch verschiedene Artefakte und Rituale dafür, das auch die Tempelanlagen grundsätzlich vor den Augen Anderer versteckt bleiben. Nur wer den genauen Weg kannte und die Rituale beherrschte, oder wer würdig war, sollte die uralten Bauten sehen dürfen. Denn das Tor durfte niemals wieder geöffnet werden - nicht einmal die Sith der vergangenen Zeit wollten dieses Risiko eingehen.

    2.1 Die Kinder

    Yel'wia, Wächterin des Sichelmondes

    Die Geisteshexen Shara Alya und Kahiana Antares entschieden sich mitsamt ihrer großen Häuser dazu, spezielle Wächter der Siegel zu schaffen. In einem opferreichen Ritual und vielen Jahren der Vorbereitung entstanden sie endlich vor 2136 Jahren. Die vier Kinder der Monde. Ya'wi Alya Antares, Yel'wia Alya Antares, Yas'tir Alya Antares, und Ye'sara Alya Antares. Sie alle sollten den Namen des Hauses Alya und Antares tragen, da diese sich nun dem Schutz der Siegel verpflichteten und beide gleichwertig für das Schmieden der Kinder zuständig waren. Für die Ewigkeit. Die Körper der Kinder wuchsen bis zu einem Alter von 25 Jahren und veränderten sich nicht mehr. So wollte man sichergehen, das sie stets agil und geeignet sind, um ihre Aufgabe zu erfüllen. Sie sehen wie Menschen aus, doch fließt das Blut der reinblütigen Sith in ihren doch so empfindlichen Adern. Doch auch sie sterben, exakt nach einhundert Jahren. Ihre Körper für tausende Jahre zu erhalten wäre der blanke Wahnsinn gewesen. Dafür gibt es den Zyklus.


    Jener Zyklus begann 2111 Jahre vor dem Vertrag von Coruscant und dauert exakt 100 Standardjahre nach der Geburt an. Neigt sich der Zyklus dem Ende, zieht es die Kinder in ihre Tempel zurück. Dort sterben sie und die Geister werden mit den wichtigsten Informationen extrahiert. Unwichtige Dinge wie Emotionen und komplexe Eindrücke werden auf Grund des dafür nötigen Aufwands nicht gerettet. Auch wird vor dem Zyklusende dafür gesorgt, das vier neue Körper bereitstehen. Bei der Erschaffung der Körper entstehen auch die Runen, die tief in die Knochen der Kinder eingraviert werden. Diese sind unabdingbar für ihre Aufgabe. Nur so können sie ihre so wichtigen Verbindungen zur Aufgabe überhaupt herstellen. Würde man die Runen beschädigen, so unterbricht man auch den Zyklus. Ob es dafür eine Lösung gibt ist unklar - einfach neue Runen dazukritzeln wird nicht funktionieren.


    Die vier Kinder werden parallel in ihren Tempeln neu geboren und müssen erneut bis zum 25. Lebensjahr heranwachsen. Das bedeutet aber auch, das die Siegel in dieser Phase besonders gefährdet sind. Kleine Kinder können die Tempel wohl kaum schützen. Dafür gab es die Hüter aus dem Haus Antares. Leider sind nur noch zwei bestätigt am Leben. Darth Feli'shyâ Antares und Lord Vora'shyâ Antares. Der Rest des Hauses wurde vor über einem Jahrhundert von Avodunyr Thaenkar Antares ausgelöscht, darunter auch die Hüter der Tempel und das gesamte Haus Alya - bis auf die Kinder. Ob wirklich alle verstorben sind ist nicht bekannt, vielleicht sind sie auch in die Fänge von Avodunyr geraten, um schreckliche Experimente an ihnen auszuüben oder schlichtweg die Kontrolle langsam an sich zu reißen und zu halten. Zumindest ist bekannt, das zwei Kinder des Mondes - Ya'wi und Ye'sara - von Avodunyr auf Malachor im eroberten Tempel des Vollmondes gefangen gehalten werden. Yas'tir ist untergetaucht und Yel'wia wurde durch eine unvorsichtige Behandlung schwer verletzt.

    2.2 Kataklysmus

    Avodunyr Thaenkar Antares

    Für zwei Jahrtausende funktionierte es. Der Plan ging auf, das Tor blieb versiegelt und die Tempel versteckt. Niemand hatte die Siegel seit dem Bau der Anlagen gesehen. Nun, bis das Haus Thaenkar sich in das Haus Antares hineinheiratete. Genauer gesagt geht es um Avodunyr Thaenkar. Eine doch recht einfach gestrickte Geisteshexe. Schön war sie, genauso elegant wie die Frauen aus dem Haus Antares. Intelligenz und Vorsicht prägten die junge Sith. Sie war zarte 18 Jahre alt, als der fünf Jahre ältere Kahd She'non Antares jene Frau heiratete. Das war 296 Jahre vor dem Vertrag von Coruscant. Bis heute ist nicht ganz klar, wann die Kinder Feli'shyâ, Azali'shyâ, Ne'shyâ, Kasantra und Na'shyâ geboren wurden. Man weiß nur das Feli'shyâ A. J. Antares die Erstgeborene war und Vora'shyâ mehr als ein Jahrhundert später geboren wurde. Denn ihr Geburtsjahr ist bekannt: 89 Jahre vor dem Vertrag von Coruscant und damit zwei Jahre vor dem großen Kataklysmus. Im gleichen Jahr tötete Avodunyr dann auch ihren Mann, Kahd She'non Antares. Das letzte männliche Oberhaupt des Haus Antares. Sie wollte die gesamte Blutlinie auslöschen.


    Alles fing auf Ziost an, als sie das eigene Haus angriff und die Tutsemia Antares, den meisten eher als Nebelschleierfestung bekannt, vollständig zerstörte. Sie ist dem Wahnsinn verfallen und wollte alle Macht an sich reißen, koste es was es wolle. Ihr Geist gänzlich korrumpiert zögerte sie nicht, ihre eigene Familie und tausende Gefolgsleute im Feuer zu verbrennen. Ihr Ziel war klar, sie wollte dieses Tor öffnen. Aber Avodunyr scheiterte um eine Haaresbreite. Im Chaos schafften es zwei der vier Kinder der Monde zu entkommen - Yel'wia und Yas'tir. Es wurden beinahe fünf weitere Häuser der Sith in jener Schlacht ausgelöscht. Das Haus Alya fiel am ersten Tag, konnte es sich doch kaum wehren. Das Haus Kharaktun wurde gänzlich vernichtet und sogar ihr eigenes Haus, die Thaenkar, blieben nicht verschont. Sie wollte alles.


    Feli'shyâ erlitt schwere Schäden und Vora'shyâ war gerade einmal zwei Jahre alt. Aber sie entkamen. Und so glitt Avodunyr der endgültige Sieg - oder die Lösung, wie sie es nannte - aus den Händen. Sie hatte nicht alle Teile, um das Puzzle zu vollenden. Und so entstand ein Katz- und Mausspiel seit jenem Tage. Ihre Tochter Feli'shyâ tat bisher alles, um vor allem den Tempel des Sichelmondes vor Avodunyr zu schützen. Sie ist so nah und doch so fern von ihrem großen Ziel entfernt. Seit 112 Jahren wartet sie in der Finsternis. Und jetzt da Yel'wia schwer verletzt und der Zyklus unterbrochen wurde, scheint die Zeit für Avodunyr endgültig reif zu sein. Wäre da nicht Darth Antares und ihre Verbündeten, allen voran die Wächter der Dunkelheit. Ein Dorn in ihrem wahnsinnigen Auge der Leere.

    3 Die Macht

    Die Macht ist stark an diesem Ort, so er sich denn enthüllt. Die helle Seite wird man hier nicht finden. Aber auch nicht die dunkle Seite der Macht, die man sonst überall antrifft. Es handelt sich zwar um die Dunkle Seite, doch in einer eher seltenen Form. Sie ist tiefschwarz und doch so kristallklar wie der Himmel von Ilum. Der Tempel wirkt auf alle sehr anziehend. Als befände sich hier ein Nexus der Macht. Und dieses Gerücht ist echt - doch ist es wirklich so? Geübte Machtanwender wissen dies abzuwehren, doch unerfahrene Sith können sich schnell in den Fängen der Nacht verirren. Gegenüber Anwendern der hellen Seite werden sich die Tempel nicht öffnen, gar enttarnen. Und selbst wenn sie es tun würden, wäre es für Jedi sicher keine gute Idee, diese Grenze zu überschreiten.


    Im Tempel selbst trifft man auf ein starkes Gefühl der Leere. Manche könnten sich fast schwerelos fühlen und das Gespür für Raum und Zeit verlieren. Die Decke scheint endlos und schwarz. Leerer als das Universum, so man das innere Tor der Leere noch nicht passiert hat. Stets hört man ein sanftes, auf Dauer betäubendes oder bei manchen auch berauschendes Flüstern im Kopf. Ob nun der Tempel selbst mit einem sprechen möchte oder eines der vielen Artefakte aus den Tiefen versucht den Verstand zu benebeln ist nicht auszumachen. Selbst geübte Sith haben damit ihre Schwierigkeiten. Der längere Aufenthalt im Tempel wird jeden allmählich zur gänzlichen Hingabe der dunklen Seite verführen - doch nicht auf eine korrumpierte, sonst grausame Art und Weise. Die Finsternis im Sichelmond bliebt stets ... rein und klar.


    Während alles im Tempel an jeder Seele zieht, so wirkt der Thron eher abstoßend wie ein umgepolter Magnet. Er scheint alles bis auf seinen Besitzer abzuwehren. Niemand kann diesen verfluchten Thron beanspruchen. Der Thron beansprucht die jeweilige Person selbst, die sich damit dem Schutz des dunklen Tempels verpflichten wird. Er ist schmal und doch groß. Weit in die Höhe gebaut, ein Monolith der eiskalten Finsternis. Pechschwarz sein glänzender Stein, umzingelt von abwehrenden Zacken. Selbst der bloße Blick kann auf manch ein Individuum schwindelerregend sein. Seine Aura der Macht ist stark, einnehmend und gleichzeitig abstoßend. Er will allein sein, tief im Meer der Schatten versunken.


    Ältere Machtanwender, die weit mit der Dunklen Seite vertraut sind, könnten es spüren. Ist man fokussiert genug all die leisen Stimmen auszublenden ... hört man es. Ein Schlagen, ein Klopfen. Wie ein Herz, das tief im Inneren des Sichelmondes sitzt. Undefinierbar was es ist ... und wo es ist. Aber es ist hier, dieser Herzschlag in der Macht. Die wenigen Bewohner des Tempels, Angehörige der Darth, und die Darth selbst, gaben bisher nie etwas detailliertes über den großen Mondtempel preis.

    4 Gegenwart

    Ein typischer Anblick auf Dathomir

    Der Tempel des Sichelmondes ist der Hauptsitz von Darth Antares seit dem Angriff auf Tutsemia Antares vor 112 Jahren. Sie ist die Hüterin jenes dunklen Ortes. Neben dem Tempel auf Ilum ist der Sichelmond der letzte, der noch wirklich von den Sekundäranlagen intakt ist. Der Tempel hat aber auch weitere Funktionen. Natürlich stellt er eine große Ritualstätte für das Haus Antares und weiterer Reinblüter dar, die mit der dunklen Lord verbündet sind. Auch findet die Ausbildung der Schülerinnen der Darth in großen Teilen im Sichelmond statt. Dem hohen Rat der Sith scheint der Standort und der wirkliche Zweck dieser Anlage tatsächlich in Großen Teilen bekannt zu sein. Für die Sith um die Antares ist es immerhin ein wichtiger Ort, auch abseits des Siegels.


    Das Flottenkommando der Darth, welches durch die Chiss Shila'shi geleitet wird, hat seinen Hauptsitz aber auf Dromund Kaas. Im Tempel finden lediglich diplomatische und strategische Gespräche unter höheren Sith statt. Alles weitere wird über die Hauptwelten des Imperiums abgewickelt. So die dunkle Lord nicht anwesend ist, ist Lord Karayla Raluiel für den Tempel des Sichelmondes zuständig. So auch sie nicht da ist, gilt das Kommando einer bisher weitestgehend unbekannten Sondereinheit aus Attentätern.


    Der Tempel auf Dathomir ist vollständig intakt und hat bisher keine Beschädigungen erleiden müssen. Das selbe kann man leider nicht über die anderen Tempel sagen. Die Anlage auf Ilum verfällt der Zeit, während der Tempel auf Yavin IV fast vollständig zerstört wurde und so auch das Siegel des Halbmondes.


    Niemand kann und darf den Sichelmond einfach so betreten. Entweder der Tempel entscheidet selbst, wer ihn betreten darf oder Darth Antares gewährt den eingeschränkten Zutritt. In die tieferen Eingeweide und Kammern kommt jedoch kein Außenstehender hinein. Neben wichtigen Schätzen des Hauses lagern dort auch uralte Artefakte. Und die befinden sich nicht grundlos hinter verschlossenen Türen. Welche Geheimnisse es unter den schwarzen, alten Mauern sonst noch gibt ... nun, das liegt bis heute im Nebel der Ungewissheit.

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  • Update

    Fertigstellung am 25.04.2020