Spitze des Willens

  • Die Spitze des Willens zählt zu den ältesten und besonders grausamen Artefakten, die unsere Vorfahren in dieser Galaxis hinterlassen haben.

    1 Ein Mythos

    Erste Erwähnungen um die sagenumwobene Spitze des Willens gab es bereits vor mehr als 2.000 Jahren. Man sagt, sie wurde vom uralten Sith Kasid Thaenkar geschaffen, um alles Leben zu unterwerfen. Doch niemand setzte dieses Artefakt jemals ein, da es schlichtweg zu gefährlich war. Zwar vereint die Spitze eine unglaubliche Macht in sich und ist tatsächlich bereit, alles Leben in sich zu verzehren - doch der Preis dafür ist unerkannt hoch. Lange betrachtete sein Herr sie eher als Absicherung. Und so wurde die Geschichte zu einer Legende. Legende wurde Mythos. Und die Spitze des Willens geriet für fast zwei Jahrtausende in Vergessenheit. Niemand wusste mehr um diese Waffe. Niemand sollte mehr etwas wissen.


    Erst 296 Jahre vor dem Vertrag von Coruscant entdeckte man das Artefakt im Grabmal des längst verstorbenen Lord der Sith wieder. Man wollte die Spitze beerdigen, für immer versiegelt bei den Toten. Denn niemand war dazu in der Lage, dieses grausige Instrument zu zerstören. Die, die es wagten, starben oder wurden zu willenlosen Hüllen - Schatten von dem, was einst lebte. Es war Kahd Shenon aus dem Hause Antares, der einfach nur ein würdiges Geschenk für die baldige Vermählung mit Avodunyr Thaenkar suchte. Doch erkannte er schnell, um was es sich hier eigentlich handelte. Erneut wurde das Grab versiegelt ... und erneut geriet alles in Vergessenheit.

    2 Ein Anfang

    Zwei Jahrhunderte vergingen. Doch die Zeit um die Spitze war nicht existent. Sie wartete, für immer - schon immer. Es war Lord Ni'yurika Shedox, die das Grab als zweite Person wiederentdeckte. Das Reinblut handelte nicht überstürzt und kontaktierte eine alte Freundin, nachdem sie die Verweise auf das Haus Thaenkar vernahm, die in die Wände geritzt wurden. Diese alte Freundin war Feli'shyâ A. J. Antares, welche Shedox dabei half, das Relikt zu bergen und zu sichern. Denn die vom Schrecken gefüllten Augen von Avodunyr Thaenkar Antares suchten bereits nach dem längst vergessenen Artefakt. Und es würde nicht mehr lange dauern, bis sie die Spuren ihres toten Ehemanns entschlüsselte. So landete es vorerst im Tempel von Krayiss, mit einhundert Flüchen versiegelt. Geschmiedet von den beiden dunklen Lords Shedox und Antares, um das Artefakt von der inzwischen wahnsinnigen Hexe Avodunyr fernzuhalten und zu verstecken. Doch nichts kam, wie es kommen sollte.

    3 Ein Ende

    Das Feuer von Krayiss verschlang tausende Leben. Mehrere anerkannte Lords und Darths der Sith verbrannten oder wurden zerstört. Lord Kejdra, Lord Kzaevas, Darth Hssiss, ... es sind nur wenige, die wenigstens als verschollen gelten. Lord Aldernos war neben Lady Kashira Ejuna einer der wenigen Überlebenden am Tag der Vergeltung. Sie beide erlebten den Nahtod vor ihren eigenen Augen, am eigenen Körper. Darth Shedox entkam noch rechtzeitig, als die letzten Tore brachen.


    Avodunyr brachte nicht nur den Tod, sie war der Tod. Und dieses Mal zerbarsten alle Schilde, die man ihr entgegenstellte. Ihr Ziel war klar, ihr Wille gefestigt. Und so gelang es der grausamen Hexe nach mehreren Tagen bis in die Reliktkammer vorzudringen, um die Spitze des Willens zu erobern und für sich zu beanspruchen. Darth Shedox lag bereits im Sterben, als sie noch rasch ihre alte Freundin Feli'shyâ aufsuchte. Ihr letztes Auftreten in der Öffentlichkeit fand auf Korriban statt, vor den Wächtern der Dunkelheit. Dort erstattete sie einen finalen Bericht in Begleitung mit Darth Feli'shyâ Antares, ehe sie sich zurückzog, um endgültig dem Tode in die Augen zu sehen.


    Man weiß nun, dass Avodunyr tausende von Anhängern um sich scharte, da sie ihre Geister zerbrach und versklavte. Berichte sprechen von willenlosen Hüllen ohne Augen. Nur schwarze Aushöhlungen. Seitdem ist unklar, was geschah. Das große Archiv von Krayiss wurde vollständig zerstört, als der Tempel bis auf seine Grundmauern ausbrannte. Niemand weiß, was nun geschehen wird, da sie nun endlich dieses uralte Artefakt mit grausamen und wahnwitzigen Absichten besitzt.


    4 Überlieferungen

    Bekannt ist, dass die Spitze des Willens alles Leben im Umkreis von einhundert Metern absorbieren und speichern kann. Dabei saugt sie jedwede Machtkraft von ihren Opfern ab - und der Benutzer zählt ebenso als Opfer. Fast alle Individuen sind nicht fähig, dieses Relikt zu verwenden, ohne dabei zu sterben und die Spitze des Willens erneut zu befreien, stärker als zuvor. Doch wer sie kontrollieren kann, wird all die Macht auf verheerende Art und Weise nutzen können, die sich im Kern des Artefakts ansammelt.


    Ihre primäre Funktion löst eine Art tödliche Schockwelle aus, die alles Leben zerfetzt. Sekundär sind Geisteshexen dazu in der Lage, ihre wahre Natur zu entblößen. Zwanghaft wird der Wille der Anwenderin auf alles Leben übertragen, was sich ihr annähert. Der eigene Geist wird nur noch zuschauen können - wenn er nicht vorher schon in Stücke zerrissen wurde. Niemand war bisher in der Lage, die Spitze des Willens zu zerstören. Doch auch die ältesten Lords der Sith sind sich einig, dass dieses Relikt kein Anrecht auf seine Existenz hat und zerstört werden muss, koste es was es wolle.