• TaiYang ist eine 28 Jahre alte Sith und Lord Nudarahs (Leiter der Forschungseinrichtung Seniai Qos) wahrscheinlich erste uneheliche Tochter. Sie hatte bislang geglaubt, dass Ihre Mutter eine Sklavin ist oder war. Nudarah sagt, er kann sich an ihre Mutter erinnern, aber er vernebelt seine Informationen, so wie er es immer tut.


    TaiYang wurde schon sehr früh als Frontsith ausgebildet. Das sind Siths, die auf der Akademie eine hohe Wahrscheinlichkeit haben zu bestehen, um dann in jede Schlacht geschickt werden mit einer geringen Wahrscheinlichkeit zu überleben. TaiYang hatte bereits sehr viele Schlachten überlebt, und sie kennt keinen der Akolythen, mit denen sie ausgebildet wurde, der noch lebte.

    TaiYangs ganzer Körper ist voller Kriegsnarben. Und ihr Gesicht ist von der Macht gestaltet. Sie verzichtet auf Schminke und zeigt ihre Male offen. Auch wenn ihr Gesicht die große Macht in ihr zeigt, scheint sie diese Macht nicht zu benutzen.

    Bei einer Raumschlacht wurde das Schlachtschiff so sehr beschädigt, dass sie und wenige andere sich mit einer Rettungskapsel auf den mit Macht gefüllten Planeten Kucha Mes retteten. Die Gruppe bekämpfte sich gegenseitig, und sie war am Ende des Kampfs wieder die einzige Überlebende. Erschöpft davon wurde sie von einem Sammler überrascht und überwältigt. Sie war drei Jahre in Karbonit eingefroren und wurde nur aufgetaut, um missbraucht zu werden, bis sie eines Tages von den Mitgliedern der Forschungseinrichtung Seniai Qo befreit wurde, die zufällig dort auf einer Mission waren. [die ganze Geschichte ist am Ende der Vorstellung als Spoiler nachlesbar.] Bei ihrer direkten Befreiung war auch die Sklavin Hirani Vida beteiligt.


    TaiYang wurde vom Seniai Qo aufgenommen und bekam Aufgaben. Sie war gewissenhaft und immer konsequent in ihren Entscheidungen. Sie war erfolgreich und wurde zunächst zur Leiterin des Zellentrakts ernannt. Durch ihre Zuverlässigkeit und ihren Erfolgen wurde sie irgendwann Sicherheitscheffin des Seniai Qos. Wahrscheinlich war das auch das einzige, in dem sie nützlich war, denn sie hatte nur eine Ausbildung im Kampf. Und sie hasste es zu kämpfen.


    Eines Tages suchte TaiYangs Freundin und Forscherin des Seniai Qos Sith Shakka Rat bei SithLord Serya und TaiYang begleitete Shakka. Sie lernte Serya kennen und war beeindruckt von ihrer friedvollen und rücksichtsvollen Art. TaiYang fühlte in Serya die Kombination aus Stärke und Sanftheit. Das waren zwei Attribute die sich eigentlich widersprechen. TaiYang selber fühlte oft Mitgefühl. Sie akzeptierte das in ihr, aber sie glaubte, sie muss das vor anderen verstecken. Und sie war nicht gut darin so etwas zu verstecken. Seitdem sie Serya kennen gelernt hatte, fühlte sie sich weniger alleine mit ihrer Schwäche. Oder war das wieder ein Theater von einem begabten Sith? TaiYang beschloss zu recherchieren. Anderthalb Jahre lang versuchte sie Informationen über SithLord Serya zu finden. Sie erfuhr, dass Serya früher eine Sklavin war und fühlte sich ihr noch mehr verbunden, obwohl es eine ganz andere Geschichte war. Aus dieser einzigen Begegnung wuchs und wuchs in TaiYang eine starke Zuneigung zu Serya. Ein starkes und aufregendes Gefühl, dass dieses Mal nichts mit Tod und Überleben zu tun hat. Es war anders, sanft - und der Schmerz war auch ganz anders - unerträglich.


    TaiYangs Recherchen brachten keine neuen und auch keine hilfreichen Informationen. Ihre Agenten kamen nicht nah genug an Serya heran ohne in Gefahr zu geraten. Dann beschloss TaiYang selber Serya zu beobachten und zu verfolgen. TaiYang war in Spionage auch nicht ausgebildet. Zwar war sie vorsichtig und glaube auch lange nicht bemerkt worden zu sein, doch eines Tages ... .


    ENDE - es steht ganz offen, wie und ob die Geschichte weitergeht. Es steht offen, ob TaiYang bei den Wächtern bleibt oder wieder heimgeht. Es wäre schön, wenn ich diese Geschichte über Serya, die ig tatsächlich so geschehen und gefühlt worden ist, weiterspielen könnte.



    Der Text, der jetzt kommt, ist ein Spoiler.



    [spoiler] Eines Tages in einer Schlacht gegen die Ewige Flotte, wurde die Terminus so schwer beschädigt, dass der Kommandant sich zur Flucht entschied und mit letzter Energie in den Hyperraum sprang. Es kam zum Streit mit dem Kommandanten, weil man feige die Schlacht verloren hatte. Noch während des Streits fiel das Schiff aus dem Hyperraum und kollidierte mit einem Meteoriten. Es gelang TaiYang mit zwei anderen Sith und drei Soldaten das Schiff in einer Rettungskapsel zu verlassen. Die Kapsel landete auf einem Planeten, der sich später als Kucha Mes herausstellte.
    TaiYang schlug sich mit den beiden anderen Sith und den Soldaten irgendwie durch, doch etwas weiteres, eine dunkle Kraft altertümlicher Manier ergriff Besitz von dem Bewusstsein der Machtsensitiven.
    Die Gier nach Macht brach aus. Es kam zum Streit, welcher jedoch aufgrund der notwendigen Überlebensmaßnahmen beiseite gelegt wurde.
    Nach langer Zeit wurde einer der Sith besessen von dem Gedanken, dass die anderem ihm die Macht nehmen oder verwehren wollten. Er tötete den anderen Sith im Schlaf.
    Die Soldaten überwältigten mit TaiYang den Sith. Sie beratschlugen über das Urteil, ob er hingerichtet werden sollte
    Fehlerhafte Festnahmeroutinen ermöglichten die Befreiung des Sith, sodass er die Soldaten in einem Überraschungsangriff tötete, Im Kampf auf Leben und Tod versuchte TaiYang in ungünstiger Lage sich zu behaupten. Sie wurde von einem Stein schwer am Kopf getroffen, der durch die Macht gewirbelt wird.
    Mit dem Bewusstsein ringend, kämpfte TaiYang den Sith nieder und konnte ihm den Todesstoß versetzen.
    Ein Sammler hatte die Gruppe schon seit Tagen heimlich verfolgt, so, als ob er wusste, was geschehen würde. Er hatte ein leichtes Spiel mit der benommenen Sith und sammelt sie ein. Er fror TaiYang in Karbonit und befreite sie regelmäßig aus dem Karbonit, um sie geschwächt zu vergewaltigen. Auch ein Sammler scheint seinen Spaß zu benötigen.
    TaiYang hat das Zeitgefühl verloren. Ihr ist es noch nicht klar, dass sie drei Jahre vom Sammler gefangen war, bis sie von Seniai Qo, insbesondere von Sith Cyrenea Rorgard und der Sklavin Hirani Vida, befreit wurde.

    TaiYang kämpft nun gegen den Wahnsinn der Erinnerungen an die Hilflosigkeit. Und ein Teil dieses Wahnsinns hat sie bereits erreicht, indem sie die Nähe von Männern nicht mehr erträgt. Sie überspielt dieses Gefühl, so gut sie es kann, aber versucht schnell Distanz zwischen Männern und sie zu bringen.

    Trotz dieses Umstands hat sie das Angebot von Lord Nudarah angenommen, seine Schülerin zu sein. Sie respektiert ihren Meister, sie muss ihn aber nicht mögen.


    Sie las es in TaiYangs Augen. Eigentlich war es für TaiYang nebensächlich, Menschen gucken ihr in die Augen, warum nicht auch der Leiterin der Forschung des Seniai Qos und Rakatafoscherin Lord Borraa Karaz?! Aber Lord Karaz war die erste, die in TaiYangs Augen irgendetwas von Bedeutung fand. Nach einer Blutanalyse kam die Wahrheit: Über 99% Übereinstimmung.

    "Du bist meine Tochter", sagte Lord Nudarah feststellend. Lord Nudarah ist viel und darf viel sein, ihr Meister, der Imperator oder sogar der Weltenvernichter. Aber er ist auf keinen Fall ihr Vater.

    "Akzeptier das!"
    TaiYang weiß fast nichts über ihre Eltern. Eigentlich weiß sie nur, dass ihre Mutter eine Sklavin war oder ist. So steht es in ihren Akten. Und deshalb hatte TaiYang sich immer ganz tolle Eltern ausgedacht, beide Sklaven, die keine andere Chance hatten, als sich von ihrer Tochter zu trennen. Ihren Vater hatte sie sich immer als besonders liebevoll vorgestellt, sanft, sanftmütig mit einem herzlichen Lächeln. Ein großartiger Vater!

    "Wenn du das nicht akzeptierst, dann hast du eine Schwäche und bist angreifbar."
    Was soll sie akzeptieren? Nurdarah hat gar keine Ähnlichkeit mit ihrem Vater, und das ist Beweis dafür. Er ist auf keinen Fall ihr Vater. Der winzige Zweifel, dass es doch wahr sein könnte, sorgt dafür, dass sie Nudarah stets mit sich vergleicht. Nichts, da ist gar keine Ähnlichkeit. Gar nichts! Nur die Sturheit! Aber das zählt nicht. Viele Menschen sind stur. Und das Temperament! Und trotzdem ist es nicht wahr!

    "Bist du nicht stolz darauf, die Tochter eines so mächtigen SithLords zu sein?"

    "Ihr seid nicht mein Vater, Meister", erwiderte TaiYang mit einer Selbstverständlichkeit in ihrer Stimme und mit der Betonung des Worts Meister.
    Nein, Lord Nudarahs Tochter zu sein ist kein Privileg. Lord Nudarah trainierte mit TaiYang öfter und härter, seitdem er davon wusste. Er war oft so hart gegen sie, dass sie den Verdacht bekam, er würde seine unerwartete Schwäche ganz einfach beseitigen.
    Aber TaiYang ist zu stur im Kampf und im Sterben.

    Und dann kam die Holonachricht, die das Geheimnis verrät. Natürlich tat Nudarah das, weil Geheimnisse ihn angreifbar machen.
    TaiYang legt ihren Kopf in ihre Hände. Keine Bevorzugung! Natürlich wird sie von den Siths keine Bevorzugung erhalten, wie denkt er von sich? Im Gegenteil! Sie wird nun von dem Hass ihren Anteil bekommen, der bislang nur für Lord Nudarah war.

    Von allen Katastrophen in ihrem Leben ist keine so gewaltig wie die Möglichkeit, dass es wahr sein könnte. Sie ist Lord Nudarahs Tochter.

    [\spoiler]